Wenn der Milchzahn nicht ausfällt, obwohl Ihr Kind längst im Schulalter ist, ist das für viele Eltern erstmal verunsichernd. Der Milchzahn kommt nicht raus, kein Wackeln, keine Bewegung – und die Schulfreunde haben längst ihre erste Zahnlücke. Dabei ist in den allermeisten Fällen genau das die richtige Antwort: etwas Geduld. Denn jedes Kind entwickelt sein Gebiss in seinem eigenen Tempo.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen ein Blick beim Kinderzahnarzt sinnvoll ist – damit die bleibenden Zähne genug Platz bekommen und sich optimal entwickeln können. Wir, die Kinderzahnärzte am Ostpark in München, begleiten Kinder und ihre Familien täglich durch den Zahnwechsel. In diesem Artikel erklären wir, welche Ursachen hinter einem nicht ausfallenden Milchzahn stecken können, wann ein Wackelzahn noch normal ist und wann Sie mit Ihrem Kind besser zu uns kommen sollten.
Wann fallen Milchzähne normalerweise aus?
Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen – 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8 Milchbackenzähne. Ab etwa dem 6. Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel, bei dem die Milchzähne nach und nach durch die 32 bleibenden Zähne ersetzt werden. Dieser Prozess zieht sich über mehrere Jahre und ist bei den meisten Kindern erst mit 12 bis 13 Jahren vollständig abgeschlossen.
Für Eltern ist es wichtig zu wissen: Es gibt keinen exakten Zeitpunkt. Ein Kind, das mit 5 Jahren seinen ersten Wackelzahn bekommt, ist genauso im Rahmen wie eines, das erst mit 7 Jahren soweit ist. Wann Milchzähne ausfallen, hängt von der individuellen Entwicklung ab – entscheidend ist das Gesamtbild über einen längeren Zeitraum, nicht ein einzelner Termin im Kalender.
In welcher Reihenfolge fallen die Milchzähne aus?
Die Milchzähne-Reihenfolge beim Ausfall folgt grob der Reihenfolge, in der sie durchgebrochen sind. Als erstes fallen meist die unteren mittleren Schneidezähne aus, in der Regel zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr. Danach folgen die oberen Schneidezähne, dann die seitlichen Schneidezähne. Welcher Milchzahn zuerst ausfällt, variiert von Kind zu Kind leicht. Kleine Abweichungen von der typischen Reihenfolge sind kein Grund zur Sorge.
Wann fallen Eckzähne und Backenzähne raus?
Eckzähne und Milchbackenzähne fallen deutlich später aus als die Schneidezähne – in der Regel zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr. Wann genau die Backenzähne rausfallen, ist individuell. Bis alle Milchzähne raus sind, vergehen nach dem ersten Wackelzahn also oft noch 5 bis 7 Jahre. Fragen sich Eltern, bis wann Milchzähne ausfallen sollten: Bei den meisten Kindern ist der Zahnwechsel mit 12 bis 13 Jahren abgeschlossen. Erst wenn über einen sehr langen Zeitraum gar keine Veränderung erkennbar ist, lohnt sich eine Untersuchung beim Kinderzahnarzt in München.
„Der Zahnwechsel ist so individuell wie das Kind selbst. Was wir in unserer Praxis immer wieder sehen: Eltern machen sich oft früher Sorgen als nötig. Unser erster Schritt ist deshalb immer, gemeinsam mit den Eltern einen ruhigen Blick auf das große Bild zu werfen.“
– Dr. Agnes Nehls, Kinderzahnärztin, Kinderzahnärzte am Ostpark München
Warum fällt der Milchzahn nicht aus? Die häufigsten Ursachen
Wenn Milchzähne nicht ausfallen, steckt fast immer eine erklärbare Ursache dahinter. Selten handelt es sich um ein ernstes Problem. Häufig geht es um eine Frage des Zeitpunkts oder eine kleine anatomische Besonderheit, die sich entweder von selbst löst oder mit einer gezielten Behandlung gut in den Griff zu bekommen ist.
Wenn die Milchzähne nicht ausfallen, kommen folgende Ursachen infrage:
- Fehlende oder verzögerte bleibende Nachfolger
- Ein ungewöhnlicher Durchbruchsweg des bleibenden Zahns
- Platzmangel im Kiefer
- Ein individuell späterer Zahnwechsel ohne Krankheitswert

Bleibender Zahn kommt hinter dem Milchzahn – was bedeutet das?
Manchmal bemerken Eltern, dass bereits ein neuer bleibender Zahn hinter dem Milchzahn sichtbar ist, der Milchzahn aber noch fest sitzt und nicht ausfällt. Dieses Phänomen – von Eltern oft als doppelte Zahnreihe beschrieben – ist im Grundschulalter häufig. Es bedeutet: Der bleibende Zahn ist nicht direkt unter dem Milchzahn durchgebrochen, sondern leicht versetzt dahinter. Milchzähne fallen in diesem Fall nicht aus, neue sind aber schon da – das klingt beunruhigender als es ist.
In vielen Fällen löst sich das von selbst. Die Zunge des Kindes drückt gegen den neuen Zahn, der Milchzahn beginnt zu wackeln und fällt schließlich aus. Wenn das jedoch ausbleibt oder der bleibende Zahn bereits deutlich sichtbar ist, während der Milchzahn nicht ausfällt, sollte ein Kinderzahnarzt prüfen, ob das Ziehen sinnvoll ist – damit der bleibende Zahn genug Platz bekommt, sich in die richtige Position zu bewegen.
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Später Zahnwechsel – wann ist das noch normal?
Ein späterer Zahnwechsel ist häufiger als viele Eltern vermuten. Kinder, die ihre Milchzähne erst mit 7 oder 8 Jahren zu verlieren beginnen, liegen noch im normalen Bereich. Erst wenn ein Kind deutlich über 9 Jahre alt ist und noch keinerlei Zahnwechsel stattgefunden hat, empfehlen wir eine gründliche Untersuchung. Beim Zahnwechsel Kind und Alter immer zusammen betrachten: Ein 7-jähriges Kind ohne Wackelzahn ist etwas anderes als ein 10-jähriges ohne Zahnwechsel.
Manchmal zeigt ein Röntgenbild, dass die Zahnkeime der bleibenden Zähne zwar vorhanden, aber noch nicht bereit sind durchzubrechen. In seltenen Fällen fehlen einzelne Zahnkeime ganz – auch dann gibt es gute Lösungen. Unser Team in der Kinderzahnarztpraxis am Ostpark in München-Neuperlach nimmt sich gerne Zeit, das gemeinsam mit Ihnen zu besprechen.
Wackelzahn will nicht raus – darf man nachhelfen?
Der Wackelzahn will nicht raus, obwohl er schon wochenlang locker ist. Das kennen viele Eltern gut. Wenn der Milchzahn nicht raus kommt, ist das meistens kein Problem, sondern ein völlig normaler Teil des Prozesses. Wie lange es dauert, bis ein Wackelzahn wirklich rausfällt, variiert stark – manchmal geht es in wenigen Tagen, manchmal dauert es ein bis zwei Monate.
Ob man einem Wackelzahn nachhelfen darf, ist eine der häufigsten Fragen, die Eltern aus dem Münchner Osten und der Umgebung uns in unserer Praxis am Ostpark stellen. Die Antwort: Wenn der Zahn bereits stark wackelt und das Kind keine Beschwerden hat, kann es helfen, den Zahn spielerisch zu bewegen – beim Kauen oder durch leichtes Wackeln mit den Fingern. Harte, ruckartige Versuche, den Zahn herauszureißen, sollten jedoch unbedingt vermieden werden.
Wenn ein Kind mit 6 Jahren noch keinen einzigen Wackelzahn zeigt, ist das allein noch kein Anlass zur Sorge. Ab wann Zähne wackeln und wann Milchzähne wackeln sollten, lässt sich nicht pauschal sagen. Milchzahn will nicht raus und das Kind ist bereits 9 oder älter und zeigt keinerlei Zahnwechsel – dann empfehlen wir eine Kontrolle bei Ihrem Kinderzahnarzt in der Nähe.
Haben Milchzähne Wurzeln – und was passiert, wenn die Wurzel noch drin steckt?
Ja – Milchzähne haben Wurzeln, und das überrascht viele Eltern. Die Milchzahnwurzel ist schlanker und kürzer als die Wurzel bleibender Zähne, verankert den Milchzahn aber genauso fest im Kieferknochen. Im Laufe des Zahnwechsels löst der nachwachsende bleibende Zahn die Milchzahnwurzel von unten auf. Dieser natürliche Vorgang wird als Resorption bezeichnet. Je weiter er fortschreitet, desto lockerer wird der Milchzahn, bis er schließlich nur noch am Zahnfleisch hängt und ausfällt.
Manchmal ist der Milchzahn ausgefallen, aber die Wurzel steckt noch drin. Das klingt beunruhigender als es ist. Oft handelt es sich um einen kleinen Wurzelrest, der sich im Laufe der Zeit von selbst abbaut. Manchmal ist es jedoch nötig, diesen Wurzelrest beim Milchzahn entfernen zu lassen, damit der bleibende Zahn ungehindert durchbrechen kann. Auch wenn der Milchzahn ausgefallen ist, aber die Wurzel noch drin steckt, empfehlen wir eine kurze Kontrolle.
Wenn der Milchzahn mit Wurzel ausgefallen ist oder die Lücke sich ungewöhnlich anfühlt, ist ein kurzer Kontrolltermin bei uns sinnvoll. Wir schauen uns das kindgerecht an und klären in wenigen Minuten, ob Handlungsbedarf besteht – direkt an der U5 in München-Neuperlach, neben dem LIFE Einkaufszentrum.
„Eine der häufigsten Fragen, die wir bekommen, ist: Mein Kind hat den Milchzahn verloren, aber ich sehe noch etwas im Zahnfleisch – ist das schlimm? Meistens ist das ein kleiner Wurzelrest, der sich von selbst auflöst. Aber ein kurzer Blick gibt Eltern die Sicherheit, die sie brauchen.“
– Dr. Agnes Nehls, Kinderzahnärztin, Kinderzahnärzte am Ostpark München
Wann muss der Milchzahn beim Kinderzahnarzt gezogen werden?
Milchzähne ziehen ist nicht automatisch die erste Maßnahme – aber es gibt klare Situationen, in denen es sinnvoll oder notwendig ist. Müssen Milchzähne gezogen werden, entscheiden wir das immer individuell, nach sorgfältiger Untersuchung und in Absprache mit Ihnen als Eltern.
Ein Milchzahn sollte gezogen werden, wenn:
- er den Durchbruch des bleibenden Zahns aktiv blockiert
- er durch Karies so stark zerstört ist, dass er nicht mehr erhalten werden kann
- eine Entzündung im Bereich des Zahns oder der Wurzel vorliegt
- der bleibende Zahn bereits deutlich hinter dem Milchzahn sichtbar ist und keine Tendenz besteht, dass der Milchzahn von selbst fällt
- das Kind anhaltende Beschwerden hat
Milchzähne ziehen lassen oder abwarten – das lässt sich nicht pauschal beantworten. In manchen Fällen ist Beobachten die richtige Entscheidung. In anderen ist es besser, zeitnah zu handeln, damit der bleibende Zahn sich optimal entwickeln kann. Wir beraten Sie dazu in unserer Kinderzahnarztpraxis in München transparent und auf Augenhöhe.
Wie läuft das Milchzahnziehen beim Kinderzahnarzt ab?
Bevor der Milchzahn entfernt wird, betäuben wir das Zahnfleisch sanft mit einem Betäubungsgel, sodass das Kind nichts spürt. Anschließend lösen wir den Zahn behutsam aus seiner Verankerung. Bei einem bereits lockeren Milchzahn dauert der Eingriff oft nur wenige Minuten. Nach dem Ziehen erklären wir Ihnen und Ihrem Kind genau, was nach einem gezogenen Milchzahn zu beachten ist – von der Schonung in den nächsten Stunden bis hin zu Hinweisen auf mögliche Nachblutungen oder Druckgefühl.
Unsere liebevoll gestalteten Behandlungsräume in unserer Kinderzahnarztpraxis in München-Neuperlach – mit Deckenmonitor, bunter Einrichtung und kleinen Highlights – sorgen dafür, dass der Besuch für Ihr Kind so entspannt wie möglich verläuft. Falls Ihr Kind besonders aufgeregt ist, bieten wir zusätzlich Lachgassedierung an. Für besonders umfangreiche Fälle steht unser eigenes Narkosezentrum mit erfahrenem Anästhesie-Team zur Verfügung – eine Besonderheit, die uns von vielen anderen Kinderzahnarztpraxen in München unterscheidet.
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Was passiert, wenn Milchzähne nicht ausfallen – Folgen für die bleibenden Zähne
Milchzähne sind weit mehr als Platzhalter. Sie bereiten den Kiefer aktiv auf die bleibenden Zähne vor, regen den Kieferknochen durch Kauen zur Entwicklung an und sichern die Platzverhältnisse für die Nachfolger. Wenn Milchzähne nicht ausfallen und die bleibenden Zähne dadurch keinen freien Weg haben, kann das die Zahnstellung und die Kieferentwicklung langfristig beeinflussen.
Besonders wichtig: Unbehandelte Karies an Milchzähnen kann sich auf den darunter liegenden Zahnkeim der bleibenden Zähne auswirken. Auch wenn der Milchzahn sowieso noch ausfallen wird, lohnt es sich, ihn gesund zu halten – denn er kann noch jahrelang im Mund bleiben. Karies an Milchzähnen und bleibende Zähne hängen enger zusammen, als viele Eltern vermuten. In unserer Praxis am Ostpark in München nehmen wir das ernst.
Wenn durch einen zu früh verlorenen oder zu lange verbliebenen Milchzahn Platzmangel entsteht, können bleibende Zähne schief durchbrechen. In solchen Fällen empfehlen wir frühzeitig eine kieferorthopädische Mitbeurteilung. Wir arbeiten eng mit Fachkollegen zusammen und koordinieren die Weiterbetreuung für Sie – Zahnarzt für Kinder in München und Kieferorthopädie Hand in Hand.
„Milchzähne sind die Wegbereiter für das bleibende Gebiss. Wir behandeln sie deshalb mit derselben Sorgfalt wie bleibende Zähne. Ein gut erhaltener Milchzahn ist die beste Vorbereitung auf ein gesundes Erwachsenengebiss.“
– Dr. Agnes Nehls, Kinderzahnärztin, Kinderzahnärzte am Ostpark München
Was Eltern tun können, um den Zahnwechsel gut zu begleiten
Den Zahnwechsel selbst kann man nicht aktiv beschleunigen – er folgt einem natürlichen, genetisch vorgegebenen Ablauf. Was Eltern aber sehr wohl tun können, ist die Voraussetzungen schaffen, damit er möglichst problemlos verläuft und die bleibenden Zähne gesund starten.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Kieferorthopädischen Vorsorgecheck nicht vergessen: Fachgesellschaften empfehlen einen ersten Check beim Kieferorthopäden zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr – also noch bevor der Zahnwechsel beginnt. Wir überweisen auf Wunsch an erfahrene Fachkollegen in der Umgebung des Ostparks.
- Zähneputzen konsequent begleiten: Frisch durchgebrochene bleibende Zähne haben noch weichen Schmelz, der erst nach zwei bis drei Jahren richtig aushärtet. Eltern sollten das Putzen bis ins Grundschulalter kontrollieren und bei Bedarf nachputzen. Besonders der erste große Backenzahn bricht ohne Vorläufer-Milchzahn durch und wird häufig übersehen.
- Fluorid richtig einsetzen: Fluoridhaltige Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm sollte ab dem ersten Zahn verwendet werden. Im Rahmen der Vorsorge kann der Kinderzahnarzt zusätzlich Fluoridlack auftragen – das stärkt den Zahnschmelz der neuen bleibenden Zähne gezielt und ist besonders wirksam.
- Zucker reduzieren, Kauen fördern: Zuckerhaltige Speisen auf Hauptmahlzeiten beschränken. Feste Nahrung wie Rohkost oder Äpfel fördert die Kieferentwicklung und schafft günstige Platzverhältnisse für die bleibenden Zähne.
- Halbjährliche Kontrolltermine wahrnehmen: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderzahnarzt sind der wichtigste aktive Beitrag. Nur so lässt sich frühzeitig erkennen, ob ein Milchzahn nicht ausfällt, ein bleibender Zahn falsch steht oder Karies entsteht. Diese Vorsorge ist für gesetzlich versicherte Kinder in unserer Zahnarztpraxis für Kinder in München komplett kostenfrei.
Milchzahn fällt nicht aus? Wir schauen gemeinsam hin – Ihr Kinderzahnarzt am Ostpark in München
Wenn Sie sich fragen, ob bei Ihrem Kind alles mit dem Zahnwechsel in Ordnung ist, müssen Sie das nicht alleine herausfinden. Die Kinderzahnärzte am Ostpark sind eine der größten spezialisierten Kinderzahnarztpraxen in München – mit einem Team aus mehreren Kinderzahnärztinnen und Kinderzahnärzten, die alle eine umfassende Weiterbildung in Kinder- und Jugendzahnheilkunde absolviert haben.
Ob es um einen nicht ausfallenden Milchzahn geht, einen Wackelzahn der nicht raus will, oder eine erste Einschätzung zum Zahnwechsel Ihres Kindes – wir nehmen uns die Zeit, die Ihre Familie braucht. Unsere Kinderzahnarztpraxis in München-Neuperlach liegt direkt an der U5-Haltestelle Quiddestraße, neben dem LIFE Einkaufszentrum, mit kostenfreien Parkplätzen direkt vor Ort. Für Familien aus Neuperlach, Ottobrunn, Unterhaching, Haar, Vaterstetten, Giesing und Haidhausen sind wir gut erreichbar – auch mit den Buslinien 139, 192 und 197 bequem anzufahren.
Als Kinderzahnarzt in der Nähe für Familien im Münchner Osten bieten wir das volle Spektrum der modernen Kinderzahnmedizin – von der Vorsorge über schonende Behandlungen bis hin zu Lachgassedierung und unserem eigenen Narkosezentrum. Kassenpatienten erhalten bei uns das vollständige Leistungsangebot, meist ohne Zuzahlung. Termine können Sie jederzeit online buchen oder uns direkt anrufen.
Jetzt Termin vereinbaren: Online rund um die Uhr unter 089 678 041 60. Wir freuen uns darauf, Ihr Kind bei uns begrüßen zu dürfen.
Häufige Fragen von Eltern – Milchzähne und Zahnwechsel
- Wann fallen welche Milchzähne aus? Die unteren mittleren Schneidezähne fallen als erste aus, meist zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr. Danach folgen die oberen mittleren Schneidezähne, anschließend die seitlichen Schneidezähne. Die Milchbackenzähne und Eckzähne lösen sich deutlich später, in der Regel zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr. Der gesamte Zahnwechsel ist bei den meisten Kindern zwischen dem 12. und 13. Lebensjahr abgeschlossen. Wann welche Milchzähne ausfallen, variiert individuell – kleine Abweichungen von dieser Reihenfolge sind völlig normal. Wenn Sie unsicher sind, ob der Zahnwechsel Ihres Kindes im richtigen Tempo verläuft, sprechen Sie uns einfach an.
- Milchzahn kommt nicht raus – ab wann sollte ich zum Kinderzahnarzt? Wenn Ihr Kind bereits einen sichtbaren bleibenden Zahn hinter dem Milchzahn hat, dieser aber nicht ausfällt, empfehlen wir zeitnah einen Termin. Gleiches gilt, wenn Ihr Kind 9 Jahre oder älter ist und noch keinerlei Zahnwechsel stattgefunden hat. In allen anderen Fällen dürfen Sie zunächst beobachten. Ein guter Anhaltspunkt: Wenn nach 2 bis 3 Monaten keinerlei Bewegung erkennbar ist und das Kind über Beschwerden klagt, ist eine Untersuchung sinnvoll. Unsere Kinderzahnarztpraxis in München-Neuperlach am Ostpark ist auch für kurzfristige Termine gut erreichbar – direkt an der U5-Haltestelle Quiddestraße.
- Wie viele Milchzähne hat ein Kind? Das Milchgebiss besteht aus insgesamt 20 Zähnen: 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8 Milchbackenzähne – je vier in Ober- und Unterkiefer. Das vollständige Milchgebiss ist bei den meisten Kindern zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr vorhanden. Wie viele Milchzähne Kinder haben, lässt sich also klar beantworten: 20 Stück. Das Milchgebiss ist kleiner als das bleibende Gebiss, aber genauso wichtig – es sichert die Platzverhältnisse für die 32 bleibenden Zähne und trägt maßgeblich zur Kieferentwicklung bei.
- Wann fallen die Backenzähne raus? Die Milchbackenzähne fallen in der Regel zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr aus. Sie gehören zu den letzten Milchzähnen, die den Platz für die bleibenden Backenzähne freimachen. Manchmal fragen sich Eltern, ob die Backenzähne rausfallen – ja, auch Milchbackenzähne fallen aus und werden durch bleibende Zähne ersetzt. Wenn Backenzähne bei einem Kind über 11 Jahren noch nicht rausgefallen sind und keine Bewegung erkennbar ist, empfehlen wir eine röntgengestützte Untersuchung bei Ihrem Kinderzahnarzt in München.
- Tut es weh, wenn Milchzähne ausfallen? In der Regel ist das Ausfallen eines Milchzahns kaum mit Beschwerden verbunden. Der Prozess verläuft schleichend: Der Zahn lockert sich über Wochen, das Zahnfleisch kann kurz vor dem Ausfall leicht gerötet oder empfindlich sein. Viele Kinder bemerken den Zahnausfall kaum. Wenn Ihr Kind jedoch über anhaltende Schmerzen klagt, das Zahnfleisch stark geschwollen ist oder sich eine Rötung ausbreitet, sollte ein Kinderzahnarzt einen Blick darauf werfen. Das kann ein Hinweis auf eine Entzündung sein, die behandelt werden sollte.
- Milchzahn nicht ganz ausgefallen – was tun? Wenn der Milchzahn nur noch an einem dünnen Gewebefaden hängt, kann er vorsichtig mit einem sauberen Tuch entfernt werden. Einfach den Zahn greifen, kurz drehen und behutsam ziehen – das geht meist schnell und schmerzfrei. Sitzt er noch fester, ist es besser, ein bis zwei Tage zu warten oder einen Kinderzahnarzt aufzusuchen, damit keine unnötige Verletzung des Zahnfleisches entsteht. Auf keinen Fall sollte man mit Faden oder ruckartigen Bewegungen nachhelfen. Nach dem Ausfall kurz mit einem sauberen Tuch Druck auf die Wunde geben – nach wenigen Minuten hört die leichte Blutung üblicherweise auf.
- Milchzahn ausgefallen – Wurzel noch drin. Ist das gefährlich? Nicht zwingend. Wenn der Milchzahn ausgefallen ist und ein kleiner Wurzelrest im Zahnfleisch verbleibt, baut sich dieser oft von selbst ab. Der Körper löst den Wurzelrest auf, ähnlich wie er die gesamte Milchzahnwurzel während des Zahnwechsels abbaut. Wenn der Wurzelrest jedoch den Durchbruch des bleibenden Zahns behindert, sich entzündet oder Beschwerden verursacht, muss der Wurzelrest beim Milchzahn entfernt werden. Ein kurzer Kontrolltermin in unserer Kinderzahnarztpraxis am Ostpark in München gibt Ihnen schnell Klarheit.
- Müssen Milchzähne immer gezogen werden, wenn sie nicht ausfallen? Nein. Ob Milchzähne gezogen werden müssen, hängt von der individuellen Situation ab. Viele nicht ausfallende Milchzähne lösen sich nach einer Weile von selbst – manchmal braucht es einfach etwas mehr Zeit. Die Frage Milchzähne ziehen oder nicht lässt sich erst nach einer gründlichen Untersuchung beantworten. Erst wenn der Milchzahn den bleibenden Zahn aktiv blockiert, durch Karies stark zerstört ist, eine Entzündung vorliegt oder das Kind Beschwerden hat, empfehlen wir das Ziehen. Kein Kind muss sich vor einem Termin bei uns fürchten: Wir erklären jeden Schritt und sorgen dafür, dass die Behandlung so angenehm wie möglich verläuft.
- Kann Karies an Milchzähnen die bleibenden Zähne schädigen? Ja, in bestimmten Fällen kann tiefer Karies am Milchzahn den darunter liegenden Zahnkeim der bleibenden Zähne beeinflussen. Die Keime des bleibenden Zahns liegen oft sehr nah an der Milchzahnwurzel. Eine bakterielle Entzündung durch unbehandelten Karies kann sich in seltenen Fällen übertragen und Schäden hinterlassen. Deshalb sollten Milchzähne auch dann behandelt werden, wenn sie sowieso noch ausfallen werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen – zweimal jährlich – helfen, Karies frühzeitig zu erkennen. Diese Vorsorge ist für gesetzlich versicherte Kinder in unserer Kinderzahnarztpraxis in München komplett kostenfrei.
- Warum fallen Milchzähne überhaupt aus? Milchzähne fallen aus, weil der Körper sie aktiv abbaut – und zwar von innen heraus. Sobald der bleibende Zahn beginnt, nach oben zu wandern, drückt er gegen die Wurzel des darüberliegenden Milchzahns. Der Körper reagiert darauf mit einem natürlichen Abbauprozess, der sogenannten Wurzelresorption: Die Milchzahnwurzel wird Schritt für Schritt aufgelöst, bis der Zahn keinen Halt mehr hat und ausfällt. Dieser Vorgang ist vollkommen normal und läuft bei gesunden Kindern automatisch ab. Warum manche Milchzähne länger brauchen als andere, hängt von der individuellen Entwicklung ab – manchmal sitzt ein Milchzahn einfach hartnäckiger, weil der bleibende Nachfolger noch nicht bereit ist durchzubrechen.


